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Mittwoch, 10. April 2013

Meine Kometen

Das Jahr der Kometen
Komet Panstarrs (C/2011 L4) wird bald die Sonne umrunden und ich bin gespannt ob der schmutzige Schneeball dieses Swing-by-Manöver überstehen wird. Falls ja, wird er in der Morgendämmerung auftauchen.

Zielpunkt Erde B
Space-Art: Bild des Monats Oktober 2011 - Zielpunkt Erde B


Ab Mitte November 2013 soll Komet ISON (C/2012 S1) für fast acht Wochen mit dem bloßen Auge zu sehen sein. Zu Weihnachten wird er dann die ganze Nacht beobachtbar. Leider gibt es keine Formel um die Helligkeitsentwicklung eines Kometen zu berechnen. Der Kometenkern von ISON ist aber relativ groß, man schätzt ihn auf ca. 50 km. Dazu wird er der Erde und der Sonne relativ nahe kommen. Das alles sind gute Voraussetzungen für einen hellen Schweifstern. Das Jahr 2013 wird das Jahr der Kometen!

Raketenschild 1
Raketenschild 1 Könnten Nuklearwaffen den Einschlag eines Kometen auf der Erde verhindern?


Und dann ist da ja noch der Komet Siding Spring, der in Richtung Mars unterwegs ist. Wie Daniel Fischer gestern in seinem Blog Skyweek meldete, wird der Komet C/2013 A1 (Siding Spring) nicht auf dem Mars einschlagen.
Die Angaben beruhen auf neuen Berechnungen der NASA. Anscheinend lassen die aktuellen Beobachtungsdaten, die in die Berechnungen einfließen, bereits solche Vorhersagen zu.

Wahrscheinlichkeit eines Einschlages auf dem Mars
Space Art: Bild des Monats März 2013 - Komet C/2013 A1 (Siding Spring)



Anhand meiner Kometen kann man den Weg erkennen, den ich seit den 1980er Jahren zurückgelegt habe. Schauen Sie sich unten das Bild Raketenjäger an: mit dem Farbgitter und einer Zahnbürste habe ich damals dieses Bild erstellt. Kaum zu glauben!


Fruehwerk 78
Raketenjäger - Ein Experiment aus den 80er Jahren. Plakafarbe auf Papier, 70 x 100 cm



Mittwoch, 3. April 2013

Space Art: Bild des Monats April 2013 - Pulsar mit Asteroidengürtel

APRIL 2013

Pulsar mit Asteroidengürtel
An Asteroid Belt Interpretation for the Timing Variations of the Millisecond Pulsar B1937+21

Pulsar mit Asteroidengürtel
Hier mein Versuch einer Illustration des Asteroidengürtels um den Pulsar B1937+21. Die 15 Seiten umfassende wissenschaftliche Abhandlung dazu (im Fachjargon "paper" genannt) kann man sich als PDF von arXiv.org herunterladen.
Digital, gimp 2.8, Apophysis, 100 px mal 7500 px, 2013.


Mittwoch, 16. Januar 2013

Kantenstellung des Rings des Saturn von Cassini fotografiert

W00075400.jpg was taken on September 04, 2012 and received on Earth September 07, 2012. The camera was pointing toward TITAN at approximately 1,282,976 miles (2,064,749 kilometers) away, and the image was taken using the CB2 and CL2 filters. This image has not been validated or calibrated. A validated/calibrated image will be archived with the NASA Planetary Data System in 2013.  For more information on raw images check out our frequently asked questions section.
Image Credit: NASA/JPL/Space Science Institute


Am 4. September 2012 machte die Raumsonde Cassini diese Aufnahme des Saturnringes in Kantenstellung und den Schattenwurf des Ringes auf den Gasplaneten. Ein geniales Bild! Die NASA gibt dazu folgende Beschreibung:
W00075400.jpg was taken on September 04, 2012 and received on Earth September 07, 2012. The camera was pointing toward TITAN at approximately 1,282,976 miles (2,064,749 kilometers) away, and the image was taken using the CB2 and CL2 filters. This image has not been validated or calibrated. A validated/calibrated image will be archived with the NASA Planetary Data System in 2013.
Die Aufnahme wurde also im sichtbaren Spektrum des Lichts aufgenommen, aber in s/w. Jason M. hat in seinem Blog Lights in the Dark eine leicht bearbeitete Version veröffentlicht.


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Patrick Moore gestorben

Sir Patrick Alfred Caldwell-Moore (4. März 1923 – 9. Dezember 2012)

Ich habe Patrick Moore nie persönlich kennen gelernt. Ich habe auch keine seiner wöchentlichen TV-Sendungen zum Thema Astronomie gesehen; diese Sendung lief seit den 50er Jahren in der BBC.
Es ist eines seiner mehr als 70 Bücher, das mich geprägt hat.

Challenge of the Stars

Es ist Patrick Moores Sachbuch über fremde Welten, das mich beindruckt hat. Ein Astronomiebuch mit einem Titelbild wie aus einem Science Fiction Film: dreieckige Raumschiffe werden von einer kugelförmigen Raumstation beschossen. Und das 1972! Fünf Jahre vor dem Todesstern und den Imperialen Kreuzern aus Star Wars!

Geheimnis der Sterne

Es war im Sommer 1980 als mich ein Artikel von Uwe Luserke im Perry Rhodan Magazin 6/80, auf die deutsche Ausgabe von “Challenge of the Stars” aufmerksam machte. An den Sommer 1980 kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Ich weiss nicht mal mehr was in dem Jahr passiert ist. Aber eines weiss ich ganz genau: ich habe mir dieses Buch von meinem gesparten Taschengeld gekauft. Die genialen Illustrationen von David A. Hardy und die Beschreibungen Patrick Moores bestärkten mich darin auch solche Bilder malen zu wollen!


Mittwoch, 7. November 2012

E-Mail Interview mit Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller

01) Herr Professor Keller, gleich zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Ihnen die Frage alle Fragen: wie kamen Sie zur Astronomie?

Schon im Vorschulalter fand ich Interesse an der Beobachtung von Mond und Sternen. Meine Tante, eine Lehrerin, erklärte mir so manches, z.B: auf dem Mond ist es kalt und die Sonne ist sehr heiß. Als ich lesen konnte, fiel mir ein Buch in die Hände, auf der die Reisezeiten zur Sonne anschaulich erklärt wurde – wie lange braucht ein Wanderer, ein Auto, ein Flugzeug, eine Rakete und das Licht zu ihr. Die Dimensionen im Weltall fand ich außerordentlich beeindruckend. Mit 12 Jahren hatte ich mir einen kleinen Refraktor von 5 cm Öffnung erspart, mit 14 Jahren wurde ich dann freier Mitarbeiter der URANIA-Sternwarte in Wien. Und ab 18 begann ich dann mit dem Studium der Astronomie, Physik und Mathematik an der Universität Wien. Wieder fand ich es sehr impressiv, durch den großen Refraktor (68 cm freie Öffnung, Brennweite 10,5 m) der Universitäts-Sternwarte Wien Planeten zu beobachten.

02) Viel Ihnen die Entscheidung Astronom zu werden leicht?

Es gab eigentlich keine große „Entscheidung“. So weit ich mich zurück erinnern kann, ich wollte immer schon Astronom werden. Mit einer Ausnahme: In den ersten zwei Semestern hörte ich eine Vorlesung über Zahlentheorie. Die Mathematik faszinierte mich so, dass ich fast entschlossen war, sie zu meinem Hauptfach zu wählen. Blieb dann aber doch bei der Astronomie, Mathematik blieb aber bis heute mein Hobby und zur Entspannung lese ich gerne Mathe-Bücher speziell über Zahlentheorie...

03) Was hat Sie in Ihrem beruflichen Leben entscheidend geprägt?

Die Erkenntnis: Mit Arbeit versaut man sich das ganze Leben – man soll nur seinen Hobbies nachgehen. Und das habe ich immer getan. Beachtenswert fand ich den Spruch der alten Römer: Haec caelestes semper spectato, illa humana contemnito - Das Himmlische sollst du immer betrachten, das Menschliche aber schätze gering.

Professor Dr. Hans-Ulrich Keller. Quelle: wiki.raumenergiewiki.de

04) Viele Menschen glauben immer noch, das die Astronomen Ihre Zeit damit verbringen nächtelang durch ein Teleskop zu blicken. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Astronomen wirklich aus?

Kommt auf die Position an, die man als Astronom hat. Als Direktor eines Instituts gibt es viel Verwaltungsarbeit und Organisatorisches ist zu erledigen, Personalführung und –einsatz. Arbeit in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien und Organisationen usw. Als Professor sind Vorlesungen zu halten, Übungen und Seminare sowie Prüfungen durchzuführen... nicht zu vergessen ist das Studium der immer umfangreicher werdenden Fachliteratur. Ins Fernrohr blicken nur noch die Sternfreunde und Amateurastronomen oder gelegentlich mal in der Freizeit. Ferner gehört die Auswertung von Beobachtungen, Berechnungen und das Publizieren von Fachartikeln und Büchern zu den zeitaufwändigsten Tätigkeiten. Die Beobachtungen erfolgen heute auf wenigen Großsternwarten, wobei die einzelnen Astronomen sich dort nur wenige Nächte aufhalten und durch Nachtassistenten, Techniker und Ingenieure unterstützt werden (die die eigentlichen „Beobachter“ vor Ort sind). Inzwischen erfolgen über 50 Prozent der astronomischen Beobachtungen vollautomatisch, vor allem von Satelliten und Raumsonden. Man kann mitten am Tag dann am Monitor die Daten direkt einsehen. Nachtarbeit ist die seltene Ausnahme. Die romantischen Vorstellungen von den nächtlichen Aktivitäten der Astronomen sind ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert und davor.

05) An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

An mehreren, u.a. am HIMMELSJAHR 2014, einem neuen Skriptum für meine Vorlesung zur astronomischen Chronologie etc.

06) Neben den Teleskopen ist der PC ein wichtiges Werkzeug für die Astronomie. Ihr HIMMELSJAHR gibt es ja auch auf CD-ROM. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und Datenbanken wie etwa Simbad sind für viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzen Sie für Ihre Arbeit das Internet?

Ohne Computer wäre die Arbeit heute undenkbar. Sie dienen aber in erster Linie zu Berechnungen und Informationsaustausch mit Mitarbeitern und Kollegen weltweit, die Nutzung von Datenbanken, Infos aus erster Hand wie IAU (International Astronomical Union), NASA, US. Naval Observatory – Nautical Almanac Office, Minor Planet Center uvm. Vor „Googeln“ und sonstigen Suchmaschinen muss man warnen. Da gibt es leider viele nicht korrekte Angaben – vorsichtig ausgedrückt. Für Twittern, blogs, Foren, soziale Netzwerke wie Facebook habe ich keine Zeit...

07) Könnten Sie sich vorstellen einen eigenen Blog zu betreiben?

Siehe 06)

Wo ist die zweite Erde?
“Kosmos Himmeljahr 2013, Seite 142, Monatsthema "Wo ist die zweite Erde?". Copyright Ralf Schoofs/Astrofoto. Digital, Gimp 2.8, 1453 px mal 1090 px, 2012.

08) Wie ist Ihre Meinung zu den "neuen Medien", wie Facebook, Twitter, StudiVZ, Xing, und dergleichen?

Wem’s Spass macht...ok

09) Wir leben in einer sich immer schneller verändernden Welt. Wie gehen Sie mit diesen Veränderungen um?

Ok, vieles ändert sich, aber mir geht es meist noch zu langsam. Aber ich sehe das sehr positiv. Früher musste man sich mit Logarithmentafeln und solchen für Winkelfunktionen abplagen, die ersten Taschenrechner waren sauteuer – heute hat man super Möglichkeiten, Berechnungen in Minutenschnelle durchzuführen, wofür man früher einen ganzen Tag brauchte. Unglaublich, was Taschenrechner und Computer heute zu geringsten Kosten leisten. Und erst die neuen Beobachtungstechniken! Wo wären wir Astronomen ohne CCDs und die modernen elektronischen Auswerte-Verfahren und die tollen Software-Angebote?!

10) Wenn Sie einen Plan für die nächsten, sagen wir vier Jahre hätten, wie würde der in etwa aussehen?

...über ungelegte Eier soll man nicht gackern.

Saturn und Tethys
Der Ringplanet Saturn von seinem Mond Tethys aus gesehen. “Kosmos Himmeljahr 2010″, Seite 97, Monatsthema "Die Monde des Ringplaneten". Copyright Ralf Schoofs/Astrofoto. Digital, Photoshop, Lightwave, 10000 x 7500 px, 2007.

11) Was würden Sie den jungen Menschen raten, die gerade ihr Abitur/Hochschulreife erlangt haben und die vor der Entscheidung stehen ob Sie ein Studium beginnen oder in das Berufsleben einsteigen sollen?

Kommt auf Interesse und Begabung an. Naturwissenschaften und Technik sind immer gefragt, wenn auch zur Mathematik kein Königsweg führt. Wer sich jedoch damit abplagt, sollte lieber eine praktische Berufausbildung anstreben. Nur wenn einen ein Fach wirklich begeistert und man es aus Interesse studiert, dann lohnt es sich und dann gibt es auch gute Chancen am Arbeitsmarkt.

12) Wenn Sie auf Ihre Karriere zurückblicken, worauf sind Sie besonders stolz?

Stolz bin ich auf gar nichts. Aber es freut mich und ist eine gewissen Genugtuung, dass etliche meiner Schüler und Studenten inzwischen in der Astronomie Karriere gemacht haben und einige auch Professoren und/oder Leiter von astronomischen Instituten geworden sind. 

13) Gibt es einen Traum, den Sie sich erfüllen möchten?

Nur wenn man darüber nicht spricht, kann ein Traum in Erfüllung gehen.

14) Zum Abschluss möchte ich Ihnen eine sehr persönliche Frage stellen: was haben Sie vom Leben gelernt?

Gelassenheit – Alles „Sine ira et studio“ managen.


 

Dienstag, 2. Oktober 2012

Space Art: Bild des Monats Oktober 2012 - Merkur Globus Test

BILD DES MONATS OKTOBER 2012
 
MERKUR GLOBUS TEST
Dieser Merkur Globus entstand noch mit dem Programm Bryce, aber ohne eine Bump map. Deswegen wirft die Topografie keine Schatten, was vor allem an der Tag-Nacht-Grenze auffällt.
Digital, Bryce, Photoshop, 1024 mal 768 px, 2004.

Mittwoch, 19. September 2012

Kosmos Himmeljahr 2013 veröffentlicht

Prof. Hans Ulrich Keller und sein Mitarbeiter Erich Karkoschka haben es wieder geschafft! Das neue astronomische Jahrbuch für 2013 ist über die üblichen Kanäle zu bestellen. Kompetent wird über die astronomischen Ereignisse des Jahres 2013 informiert. Verständliche Diagramme, Karten und umfangreiches Bildmaterial stehen dem interessierten Leser hilfreich zur Seite.



Drei meiner Space-Art Illustrationen im neuen Himmelsjahr 2013
Ja, gleich drei meiner Bilder sind im neuen astronomischen Jahrbuch des Franckh-Kosmos Verlags zu finden! Die Konzepte meiner Space-Art Bilder stammen fast alle von Prof. Hans Ulrich Keller.
Für das Monatsthema April "Vagabunden des Sonnensystems" habe ich eine ganzseitige Illustration angefertigt (Seite 110).



Im Monatsthema Juni "Wo ist die zweite Erde?" findet sich zur Einleitung (Seite 142) ein stimmungsvolles Space-Art Motiv.


Am Beginn des Monatsthemas Dezember "Den Vulkanoiden auf der Spur" (Seite 250), das Dritte meiner Space-Art Bilder.



Hans-Ulrich Keller
Kosmos Himmelsjahr 2013
Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf. 296 Seiten, Breitklappenbroschur 210 x 152 x 18 mm (LxBxH), 1. Auflage 2012.
ISBN: 978-3-440-13097-1 Art.-Nr.: 13097


 

Samstag, 25. August 2012

Hubble’s Hidden Treasures – 6. von 1619

6. Platz beim Hubble's Hidden Treasures Contest 2012

Am Dienstag den 21. August kam die Email von der ESO: Meine Bearbeitung von Hubbles Aufnahme von NGC 4217 hat den sechsten Platz belegt! Wie geil ist das denn?

Hier die vollständige Email von Oli Uscher:

Hi,

Thanks for entering the Hidden Treasures competition. I'm happy to inform you that your image of NGC 4217 is the winner of the 6th prize (out of 1619 entries).

We will make the competition result public on spacetelescope.org later this week.

In the mean time, can you send me your postal address so we can send you the prize?
Many thanks, Oli

--

Oli Usher
ESA/Hubble Public Information Officer

Education and Public Outreach Department
European Southern Observatory
Karl-Schwarzschild-Strasse 2, D-85748 Garching bei München, Germany

Telephone: +49 89 3200 6855
Mobile (Germany): +49 176 7648 2193
Mobile (UK): +44 7754 130 109

Email: ousher@eso.org
Web: www.spacetelescope.org • www.eso.org

Social media: www.facebook.com/hubbleESA • www.facebook.com/ESOAstronomy www.twitter.com/hubble_space • www.twitter.com/ESO

**The Universe at your fingertips**
Download the free Hubble top 100 images app for iPad

http://itunes.apple.com/en/app/hubble-top-100/id426922803














Jetzt warte ich auf Post aus Garching!

Hubble Legacy Archive ist für jeden zugänglich
Nur zur Erinnerung: Alle Roh-Bilder des Wettbewerbs stammen aus dem Hubble Legacy Archive, das für jeden zugänglich ist! Unter Hubble Legacy Archive Movie Tutorials findet man fünf einführende Video-Clips, die den Einstig in die Benutzung des Hubble Legacy Archive erleichtern



Freitag, 10. August 2012

Hubble's Hidden Treasures 2012 Contest

Einsendeschluss für Hubble’s Hidden Treasures
Am 31. Mai war schluss! Bis zu diesem Datum konnte man Bilder für den Hubble’s Hidden Treasures 2012 Contest einreichen. Es gibt zwei Kategorien:
a) Bilder aus dem Hubble-Archiv, die mit dem Onlinetool bearbeitet wurden und
b) mit Bildbearbeitungssoftware am eigenen Rechner bearbeitet worden waren.
Um das deutlich zu machen, es ging nicht um eigene Astrofotos. Nein, die zu bearbeitetenden Bilder sind Roh-Bilder, aufgenommen vom Hubble Space Telescope!

Danach musste man die Aufnahmen auf den entsprechenden Hubble-Account bei Flickr hochladen. Also einen Flickr-Account erstellt und dann entweder nach Hubble’s Hidden Treasures Image Processing oder Hubble’s Hidden Treasures hochgeladen. Gesagt, getan. Hier mal mein Machwerk, das es bis in die öffentliche Abstimmung geschafft hat:
NGC 4217 aufgenomen vom Hubble Space Telescope


Öffentliche Abstimmung läuft!
Bis zum 15. August 2012 läuft das ‘public voting’ noch. Leider muß jeder, der abstimmen möchte eine gültige Email-Adresse hinterlassen und ein Captcha lösen. Irgendwie müssen die ESO-Leute um Oli Usher ja Spam verhindern.

Die öffentliche Abstimmung wird jeweils einen Gewinner in den beiden Kategorien hervorbringen. Der erste Platz erhält einen Alu-Print einer Hubble-Aufnahme. Und mein Bild von NGC 4217 hat es in die Endrunde geschafft! Und hier geht es zur öffentlichen Abstimmung der beiden Kategorien:
Hubble’s Hidden Treasures Image Processing competition
Hubble’s Hidden Treasures competition

Hubble Legacy Archive ist für jeden zugänglich
Üœber 3000 Aufnahmen sind auf die beiden Flickr-Accounts hochgeladen worden. Und alle Roh-Bilder stammen aus dem Hubble Legacy Archive, das für jeden zugänglich ist! Unter Hubble Legacy Archive Movie Tutorials findet man fünf einführende Video-Clips, die den Einstieg in die Benutzung des Hubble Legacy Archive erleichtern.

Hubble's Hidden Treasures 2012 Contest

Mittwoch, 6. Juni 2012

Der Venustransit Report

Mein Wecker piepste um 4 Uhr heute früh.

Bin aufgestanden und schlaftrunken zum Fenster gewankt.

Sah nur dunkelgraue Wolken und bin wieder ins Bett...



...das war mein Venustransit Report!



Ich hätte nach Rhodos fliegen sollen wie Daniel Fischer und Co..

Na gut, man hatte ja noch diverse kostenlose Livstreams.



Dienstag, 5. Juni 2012

EILMELDUNG: Noch 23 Stunden bis zum Venustransit!

Der letzter Venustransit, den wir zu unseren Lebzeiten beobachten können!
 
Es sind noch knappe 23 Stunden. Ich hoffe ihr habt alle Euren Beobachtungsplatz ausgeguckt und die Ausrüstung zurechtgelegt. Spektiv mit Sonnenfilter, Kamera, SoFi-Brille und Stativ. Wer keine SoFi-Brille mehr hat, sollte sich inzwischen eine einfache Shoebox Pinhole Camera gebastelt haben. Hier ist meine:


Für die Fahrt zum Beobachtungsort habe ich gerade noch an meinem Fahrrad den Reifendruck überprüft. Und mein Wecker funktioniert auch.

Falls morgen aber schlechtes Wetter herrschen sollte, gibt es noch das Internet. Auf venustransit.de gibt es zum Glück eine Linkliste.

Einen Venusdruchgang werden wir zu unseren Lebzeiten nicht mehr beobachten können.





Montag, 4. Juni 2012

Nur noch zwei Tage bis zum Venustransit

Den Sonnenaufgang am 6. Juni sollte man sich in seinen Terminkalender rot ankreuzen!

Es dauert nur noch zwei Tage bis zum Venustransit. Für den 6. Juni habe ich alle Termine abgesagt. Dieses Jahrhundertereignis möchte ich richtig genießen.

Die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" hat einen einführendes Video zum Thema online gestellt.



Hier zwei englischsprachige Videoclips zum letzten Venustransit, den wir in unserem Leben beobachten dürfen.






Schlechtes Wetter = kein Venustransit zu beobachten

Das wird hoffentlich nicht der Fall sein wird.. Und wenn doch haben wir noch die Astronomen und Sterngucker, die ihre Teleskope mit Videokameras bestückt haben und die Bilder live ins Internet streamen werden!

Über diese Jahrhundertereignis ist sogar ein Dokumentarfilm geplant. Für Our last Transit of Venus existiert sogar schon ein Trailer.





Mittwoch, 30. Mai 2012

Der letzte Venustransit schon in einer Woche!

Nur noch sieben Tage bis zum letzten Venustransit für 105 Jahre!

Die Vorbereitungen für die Beobachtungen des Venusdurchgangs sind im vollen Gange. Selbst die ESA betreibt inzwischen einen englischsprachigen Transit of Venus Blog.


Beobachtung des Venustransits ist Sonnenbeobachtung

Und für die Sonnenbeobachtung gibt es zwei Grundregeln:
1. Niemals mit ungeschützten Augen in die Sonne sehen!
2. NIEMALS MIT UNGESCHÜTZTEN AUGEN IN DIE SONNE SEHEN!!


SoFi-Brille oder Sonnenfilter ist ein Muss für die Sonnenbeobachtung

Eine normale Sonnenbrille reicht da nicht! Es muß mindestens eine SoFi-Brille sein. Auch sollte man kein Fernglas oder Teleskop ohne Sonnenfilter auf die Sonne richten. Ich kann Euch das folgende englischsprachige Video wärmstens empfehlen. Es zeigt den einfachen Bau einer simplen Vorrichtung, die nach dem Prinzip der Projektionsmethode arbeitet. Keine Bange, es ist wirklich eine ganz einfache Kiste.

Safely See the Sun -- Build a Shoebox Pinhole Camera


Also Leute, wer kann sollte am 6. Juni bei Sonnenaufgang versuchen einen Blick auf die Venus zu werfen. Und bitte, bitte, vergesst nicht den Sonnenfilter oder die Projektionsmethode zu benutzen!!





Freitag, 25. Mai 2012

Letzter Venustransit für 105 Jahre schon in zwei Wochen!

Nächster Venusdurchgang erst wieder im Jahre 2117 

Nur noch zwei Wochen bis zum Venustransit! Der Transit beginnt am 6. Juni 2012 um 0:09 MESZ und da ist die Venus mit der Sonne noch unter dem Horizont:-)

Aber bis 6:50 MESZ, bis zum letzten Kontakt ist die Sonne in unseren Breiten schon über eine Stunde aufgegangen.

Auf  venustransit.de gibt es ausführliche Informationen zu diesem Jahrhundertereignis. Auch die wichtigen Sicherheitshinweise (!) zur Sonnenbeobachtung muß man aufmerksam durchlesen. Denn Transitbeobachtung ist Sonnenbeobachtung.


Auf der Jagd nach der letzten Venus vor dem Transit

Gestern, am 24. Mai, hat der Wissenschaftsjournalist Daniel Fischer am Bochumer Planetarium Venus und Mond fotografieren können. Die Venus nähert sich immer mehr der Sonne, deswegen ist sie am Abendhimmel immer schwieriger zu beobachten. Sie verabschiedet sich als Abendstern um am 5./6. Juni vor der Sonnenscheibe vorbeizuziehen!

Auch ich war gestern Abend nach 22 Uhr auf der Pirsch. Mir gelangen diese Schnappschüsse mit meiner Canon EOS 350D und dem verflixten Objektiv EFS 18-55. Das Erdlicht, oder earthshine, war mit bloßem Auge gut zu erkennen.

Mond mit Erdlicht und Venus in der Abenddämmerung des 24. Mai 2012

Der Planet Venus (Ausschnitt in Originalauflösung)

Der gesamte Schauplatz in der Totalen

Mond und Venus (Ausschnitt)








Mittwoch, 11. April 2012

2012 ist das große Jahr der Venus !

Erst am 3. Aprill konnten man die Venus-Plejaden Konjunktion beobachten. Wer das nicht am wolkenlosen Himmel miterleben durfte, hatte mit dem Livestream von slooh.com leider keinen brauchbaren Ersatz. Am Standort des Teleskops auf den Kanarischen Inseln herrschte schlechtes Wetter!
Am 5./6. Juni wird die Venus über die Sonnenscheibe ziehen. Bei uns in Europa wird leider nur das Ende des Venustransit am frühen Morgen des 6. Juni zu beobachten sein. Dann müssen wir bis zum 11. Dezember 2117 (!) warten. Ja, 2117, und ich habe mich diesmal nicht vertippt. Erst dann gibt es den nächsten Venustransit.

Seufzer

Ich glaube ich lasse mich einfrieren. Kryostase soll ja so gesund sein;-)

Dienstag, 3. April 2012

EILMELDUNG: Heute Abend Venus-Plejaden Konjunktion

Wenn das Wetter hält, können wir heute Abend die Venus in der Nähe des offenen Sternhaufens der Plejaden beobachten. Näher kommt die Venus nicht heran. Sie erreicht heute ihre größte östliche Elongation.

Danach bewegt sich die Venus wieder in Richtung Sonne und man kann die Entwicklung der Phasen beobachten. Das heisst, die Venus entwickelt eine Sichel und wird scheinbar größer.

Falls das Wetter nicht mitspielt, kann man in meinem Blog das ganze Ereignis beobachten! Die Firma slooh.com betreibt weltweit Teleskope und sendet die Bilder live ins Internet. Die Teleskope stehen in Chile, Australien und auf den Kanarischen Inseln. Gegen Bezahlung kann man Teleskopzeit kaufen um selber Bilder zu machen. Bei der Firma LightBuckets kann man ebenfalls Teleskopzeit kaufen. Diese Firma bietet aber keine Livestreams an.

Montag, 26. März 2012

Fenrir: Flühlingsexkursion zur Halde Hoheward

Zur Halde Hoheward will ich auch mal. Auch wegen des Horizontobservatoriums, aber das ist immer noch geschlossen. Die Stadt Bochum ist pleite und hat kein Geld für die nötigen Reparaturen. Sehr schade.

http://de.wikipedia.org/wiki/Halde_Hoheward